«Todgesagt»: Doppel-CD im Leineneinband

CHF 25.00

Gebunden, 40 Seiten, 2 CD, 51 Minuten Spielzeit
ISBN 978-3-905801-09-5

Kategorie:

Beschreibung

«GRABER: Todgesagt»: Schön gestaltete Doppel-CD im Leineneinband
16 Stücke über den Tod, gesprochen von Schauspielern und Musikern
Illustriert mit Werken des Schweizer Künstlers Peter Radelfinger.

Gedichte und Musik: Jan Graber
Stimmen: Michael Hasenfuss, Rachel Braunschweig, Jörg Reichlin, Vesna Stimac, Anna Feilchenfeldt, Martin Ain Stricker, Jan Graber
Instrumente: Jan Graber
Drums: Siro Müller
CD-Gestaltung: Michel Casarramona
Illustrationen: Peter Radelfinger

Gebunden, 40 Seiten, 2 CD, 51 Minuten Spielzeit
ISBN 978-3-905801-09-5
Erstveröffentlichung: 1. November 2008

Gedichte und Musik
Das erste Werk über den Tod aus der Feder von Jan Graber. 16 Stücke über das Vergehen der Zeit, Abschied, Trauer, Selbstmord und schliesslich auch Liebe und Leben – mal süffisant, mal dunkel, dann wieder ernst, oft galgenhumorig. Die Texte sind nicht gesungen, sondern von Schauspielern, Musikern und dem Künstler selbst hochdeutsch über die Musik gesprochen. Diese spannt einen Bogen von Ambient und Industrial über Elektro- und Jazz bis zu Rock und Metal.
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Stückauswahl

GRABER: Todgesagt
Ein jeder deiner Atemzüge
GRABER: TodgesagtEin jeder deiner Atemzüge

Ein jeder deiner Atemzüge
im tiefen Schlaf neben mir,
trägt mir eine Schale
deines Seins entgegen.
Und mit jedem deiner Atemzüge
erschöpfst du einen Teil deines Lebens.
Und ein jeder deiner Atemzüge
berührt in mir den endlichen Tag.

Und ich sehe dich, wie du lebst.
Und ich sehe dich, wie du vergehst
Und ich sehe dich, wie du vertraust.
Und ich sehe dich, wie du verblühst.

Und zusammen vergehen wir, Zug um Zug
Und schreiten unserer Bestimmung zu.
Und gemeinsam veratmen wir uns, Schale um Schale
und erschöpfen uns dem Ende entgegen.

Und dein Atem berührt mich, hüllt mich ein mit deinem Vergehen,
und ein jeder deiner Atemzüge legt sich ruhend neben mich.

Und ich sehe dich, wie du lebst.
Und ich sehe dich, wie du vergehst.
Und ich sehe dich, wie du vertraust.
Und ich sehe dich, wie du verblühst.
Und ich sehe dich, wie du schläfst.
Und ich sehe dich, wie du träumst.
Und ich sehe dich, wie du erwachst.
Und ich sehe dich, wie du dich veratmest.

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GRABER: Todgesagt
Als die Zeit zu mir sprach
GRABER: TodgesagtAls die Zeit zu mir sprach

Als die Zeit zu mir sprach
und erzählte von ihrem Rennen.
Als die Stunde mich griff
und schrie in ihrem Rasen.
Als der Sand mir zerrann
und den Boden entzog.
Als Momente mir flüsterten,
als ob nun mein Tod.

Wie vermisste ich dich da, Geliebte,
schon Vergangene.
Wie verschloss ich die Ohren den Stunden,
bedeckte die Augen und wendete
mich ab von der Nacht auf den Tag.
Aber die Nacht kam in Schritten,
und die Stunden, sie schrieen,
und die Momente verhauchten,
und die Zeit, sie zerrann.

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GRABER: Todgesagt
Im endlichen Fall
GRABER: TodgesagtIm endlichen Fall

Alles getan.
Nichts, das mehr bleibt.
Leere der Stille
Ende der Zeit.
Ruhe und Tod
Das Feuer dahin
Die Sehnsucht nach Leben
Langsam entschwindt

Ein Trieb voller Wehmut
Zieh mich hinein
Nimm mich nach Hause
Und lass mich allein.

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GRABER: Todgesagt
Dein Tod ist mein Tod
GRABER: TodgesagtDein Tod ist mein Tod

Als du dich hinlegtest zum letzten Mal
und du zerfressen wurdest vom Krieg in deiner Brust und der Furcht.
Als wir bei dir sassen und du in Wut schwammst,
Zorn sprachst und Hoffnung meintest,
dich hineinbegeben musstest in dein schwerstes Gefecht, [eeee]
dich in Harnisch warfst und einhülltest in den letzten Mut,
der dir blieb.
Als dir der Sinn zerfiel und du um Würde rangst, schwankend am Abgrund,
dich schämtest des zerzausten Haares und der schütteren Gestalt.

Als du allein wurdest und einzig und selbst,
die Furcht auf dich einschlug und dich klein machte,
und wir bei dir waren, mit dir lagen, an den Glauben nicht glaubend.
Und wir zu Kampfgefährten wurden, ein Häufchen Lebender,
kraftlos und sprachlos, die Verstummten und Erblindeten.
Und du, dein einziger General, dich aufs Feld begabst,
Sturm warst und Ruhe wurdest,
dich hinknietest, erhobenen Hauptes, fürchtend, zitternd,
doch voller Vertrauen.

Als wir dir zusahen bei deinem letzten Aufstand,
und wir nichts tun konnten, als Scheingefechte zu führen,
Schwerter zu beten und hilflos zu ringen,
als du in die Knie gingst
vor dem Endgültigen aufgabst
und schliesslich dein Haupt aufs faltige Kissen legtest.
Als dich die Leere umfing, die aus der Leere kam
und du nach Halt batest.
Als wir nichts anderes tun konnten,
als die Schlacht verloren zu nennen
und das Leben siegreich
und wir mit dir starben.

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Die Stücke

Disc 1:
Im endlichen Fall
Habe den Tod in mir
Sie trafen den Fährmann
Der Berg
Ein jeder deiner Atemzüge
Unbeweglicher
Im Angesicht des Augenblicks
Die Zeit ist ein Schwein

Disc 2:
Als die Zeit zu mir sprach
Die weisse Naht
Bis dass der Tod dich scheidet
Atemlos
Dein Tod ist mein Tod
Es ist eine See
Der Henker
Es verliert dich hinfort
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