«Letzte Worte – Konzerte für die Toten»

Schattenklang. Aufgeführt live auf dem Friedhof Eichbühl, Zürich, am 17. Juni 2020.

Konzerte für die Toten. Wir bleiben zurück mit einem Davor und einem Danach. Das lauschende Wort in die Tiefe gesprochen. Ob sie uns zugehört haben? Sich gefreut und gelacht haben? Oder haben wir sie gar gestört, in der ewigen Ruhe? Wir wissen es nicht. Unser Applaus war die Stille.

Die Friedhofstour «Letzte Worte – Konzerte für die Toten» startete mit dem Auftritt auf dem Friedhof Eichbühl am 17. Juni und hat am 25. Juni den krönenden Abschluss auf dem Friedhof Fluntern neben dem Grab von Elias Canetti gefunden. Die Tour führte auch durch die Stadtzürcher Friedhöfe Enzenbühl, Höngg und Kirchhof Witikon. Gespielt wurde nur für die Toten, die Lebenden mussten draussen bleiben.

«Letzte Worte – Konzerte für die Toten» auf dem Friedhof Eichbühl, 17. Juni 2020. Foto: Boris Müller.

Musik: «Wir durften nicht» aus GRABER: Schattenklang

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Wir durften nicht
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Gedichte und Musik über den Tod

GRABER: Todgesagt sind Gedichte und Musik über den Tod. Sie handeln vom Vergehen, Sterben, Abschied nehmen und allem, was die Lebenden dafür tun, dem Schnitter von der Karre zu springen. Über das Ende sinniert GRABER ebenso süffisant und sarkastisch, wie bitterernst und tieftraurig.

Aus der Bemühung einzelner, den Tod von sich abzuwenden, ist die ungeheuerliche Struktur der Macht entstanden.

Elias Canetti

Komponiert und geschrieben wurden die Stücke von Jan Graber. Eingespielt und gesprochen haben sie Freunde (darunter Martin Ain Stricker), virtuose Musiker, Schauspieler und Graber selbst.

Über den Tod fabuliert GRABER auf CD, Vinyl, Streaming- und Digitalplattformen sowie an Konzerten für die Toten und Konzerten für die Lebenden. 2020 erscheint das neuste Werk «Schattenklang».

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